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Le 31 janvier 2012

Konferenz : Dialog der Konstrukteure, Zusammenarbeit von Ingenieur und Architekt

L’association luxembourgeoise des ingénieurs, architectes et industriels lädt ein zur Konferenz :
"Dialog der Konstrukteure, Zusammenarbeit von Ingenieur und Architekt"Dr. Joseph Schwartz, Prof. Dr. sc. techn., dipl. Bauingenieur ETH
31. Januar 2012 um 19:00 im Forum da Vinci

Wie kommen Bauwerke zustande, bei denen das Tragwerk und das architektonische Konzept ineinander übergehen? Solche Resultate lassen sich nicht im disziplinären Alleingang realisieren, Architekt und Ingenieur sind gegenseitig aufeinander angewiesen. Es wird klar erkennbar, dass entsprechende Projekte interdisziplinär entworfen und im Spannungsfeld zwischen physikalischer Notwendigkeit und gestalterischer Freiheit weiterentwickelt wurden, oft knapp an der Grenze des konstruktiv Möglichen.

DIALOG DER KONSTRUKTEURE ein Vortrag über bemerkenswerte Bauten und Projekte aus der Schweiz, die eine stark dialogische Auseinandersetzung in der interdisziplinären Zusammenarbeit von Architekt und Ingenieur aufzeigen. Im Allgemeinen gerät das Konzept der Kohärenz zwischen Konstruktion und Raum jedoch zunehmend in die Krise: Architekten mit einem ausgeprägten konstruktiven Verständnis werden seltener, die scharfe Trennung von entwerferischer und technischkonstruktiver Planung immer öfter als gegeben hingenommen. Architektonische Strategien scheinen immer mehr von abstrakten Ideen auszugehen, die fokussiert sind auf die Erstellung von Bildern, Objekten oder Ornamenten und bei denen nicht die Konstruktion als Ausgangspunkt für die Form im Vordergrund steht. Gleichzeitig schränken steigende energetische Anforderungen an die Konstruktionen die architektonischen Möglichkeiten teilweise stark ein, so dass beispielweise ein außen plastisch in Erscheinung tretendes Tragsystem zu einem konstruktiven Kraftakt wird.

Vor diesem Hintergrund schildert Herr Dr. Joseph Schwartz in der Konferenz die Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit zwischen den zwei Disziplinen sowohl in der Berufspraxis, insbesondere der Wettbewerbskultur, als auch in der Lehre erforschen. Eine anschließende Diskussionen soll die Positionen, die Absichten und die vorgestellten Projekte, in ihren widersprüchlichen und übereinstimmenden Momente evaluieren und zur Diskution bringen.

Technik und Architektur

Die Form der Zusammenarbeit zwischen dem Bauingenieur und dem Architekten und damit einhergehend ihr gegenseitiges Rollenverständnis ist ein Thema, welches die Arbeit aller an einem Bau Beteiligten im Planungsprozess, aber auch in der Ausführung wesentlich prägt. Das Verständnis für das Zusammenspiel von Form und Konstruktion wird im fertigen Bauwerk selber physisch und konstituiert damit einen wichtigen Teil unseres kulturellen Gedächtnisses.
In unserem gängigen Sprachgebrauch werden die Begriffe der ‚Kunst’ und der ‚Technik’ meist mit der Vorstellung einer Gegensätzlichkeit und damit einhergehend mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Autoritäten assoziiert. Dass Kunstwerke sich von technischen Produkten dadurch unterscheiden, dass an die Stelle funktionaler oder zweckrationaler Kriterien ästhetische oder symbolische Kriterien treten ist ebenfalls als feste Vorstellung verankert. So mag es wohl plakativ aber nötig sein an dieser Stelle die Begriffe von Architekt und Ingenieur durch ‚Kunstverständigen’ und ‚Technikverständigen’ zu substituieren, weil dies der gängigen Konnotation der Berufsbilder entspricht. Impliziert werden damit Chronologie der Handlung aber auch der Inhalt der Betätigungsfelder: Der Architekt als Künstler braucht den Ingenieur sozusagen als Lieferanten für die kalkulatorischen Instrumente, als Mittel zum Zweck, um seine ästhetische Absicht umzusetzen. Vom Ingenieuren erwartet der Architektenkünstler dabei eine Art Dienstleister - Mentalität, im Sinne eines zur Verfügung - Stellens der Berechnungen. Gleichzeitig scheinen reine Infrastrukturbauten dem Metier des Bauingenieurs vorbehalten zu sein, wie es die englische Berufsbezeichnung des ‚civil engineering’ transportiert.

Dass das Verständnis zwischen Ingenieur und Architekt durchaus auch anderer Natur sein kann, trägt der Titel ‚Dialog der Konstrukteure’ in sich. Der Blick richtet sich dabei auf einige Bauwerke in der Schweiz, die in den letzten 15 Jahren entstanden sind und von einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Ingenieur und Architekt berichten und dafür auch Eingang in den Architekturdiskurs gefunden haben.

Mit der Unterstützung von Secolux
Eintritt frei
Vortrag in deutscher Sprache
Datum:30.01.2012, 19h00
Ort : Forum da Vinci, 6, boulevard Grande-Duchesse Charlotte à Luxembourg

INFOS & ORGANISATION
Revue Technique Luxembourgeoise, Sonja Reichert, t:26114642, revue@aliai.lu, www.revue-technique.lu
Magazine Wunnen
www.wunnen-mag.lu | info@wunnen-mag.lu